LRS

Was ist LRS?

Unter "LRS" verstehen wir im schulischen Bereich "Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten". Wir beobachten immer wieder Kinder, die im Verlauf des Lese- und Schreiblernprozesses Schwierigkeiten haben. Diese können ganz verschiedene Bereiche des Schriftsprach-Erwerbsprozesses betreffen.

Betrachtet man die Lernschwierigkeiten einzelner Schüler in struktureller Hinsicht, so lassen sich über die fächergebundenen Lernschwierigkeiten im Fach Deutsch hinaus meist allgemeine Entwicklungsverzögerungen und Wahrnehmungschwächen in folgenden Bereichen finden:

  • Wahnehmung (visuell oder auditiv)

  • räumliche Orientierung 

  • Feinmotorik

  • Sensomotorik

  • Konzentration

  • Merkfähigkeit

  • Sprache

 

Was kann Schule leisten?

  1. Zu Beginn des ersten Schuljahres setzen wir in allen Klassen ein Diagnoseverfahren ein, um Kinder mit Risikofaktoren hinsichtlich eines erfolgreichen Lesen- und Schreibenlernens frühzeitig zu erkennen und entsprechend beobachten und fördern zu können.

  2. Die spezifischen Lernprobleme von Schülerinnen und Schülern müssen in der Folge zunächst durch die Klassenlehrerin erkannt und eingeschätzt werden. Manchen Problemen kann durch differenzierte unterrichtliche Angebote bereits auf dieser Ebene abgeholfen werden.

  3. Bei schwierigen und komplexen Lernproblemen bedarf es ggf. differnzierter diagnostischer Verfahren, die das spezifische Lernproblem erkennen lassen. (Testung durch LRS-Fachkraft, sonderpädagogische Fachkraft, Schulpsychologische Beratungsstelle etc.)

 

Wie können Sie uns zuhause unterstützen?

Kinder mit ausgeprägten Lernschwierigkeiten benötigen über den schulischen Bereich hinausgehende Unterstützung! Kleine zehnminütige Trainingssequenzen sind im häuslichen Rahmen unerlässlich und müssen täglich stattfinden. Nur durch immer wiederkehrende kurze Übungsintervalle kann eine nachhaltige Förderung erreicht werden. Und nur so lassen sich insbesondere die langen Perioden ohne die Möglichkeit einer schulischen Förderung (Ferienzeiten) ohne allzugroße Rückschläge überwinden.

Wie und womit Eltern Ihr Kind mit seinen spezifischen Bedürfnissen fördern können, besprechen sie in enger Zusammenarbeit mit der Klassenlehrkraft oder der Förderlehrkraft.

 

Realistische Perspektiven

Kinder mit einer ausgeprägten Legasthenie sind im schulischen Bereich nicht ausreichend zu "behandeln" und benötigen eine außerschulische Lerntherapie. Ferner gibt es Kinder, deren Lernschwierigkeiten auf eine psychische Störung zurückzuführen sind. Auch hier ist die Schule nicht in der Lage, diese Kinder adäquat zu unterstützen. Hier wird die Hilfe eines Kinder-Psychotherapeuten nötig sein.

Jedoch versuchen wir im Rahmen unserer personellen und strukturellen Möglichkeiten, Kinder mit Lernschwierigkeiten im Bereich Lesen und Schreiben sowohl innerhalb des Klassenunterrichts als auch in spezifischen LRS-Förderkursen bestmöglichst zu fördern.

Weitere Hinweise zum LRS-Erlass finden Sie unter:

https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Schulrecht/Erlasse/LRS-Erlass.pdf

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